12.09.06

Die Suche nach der grossen Liebe

Die Lösung ist nie das Nahe liegende.
Das Unangenehme, das, was undenkbar oder schwierig ist, das ist meistens die Lösung.
Das Nahe liegende ist meistens das Attraktivste. Das, was man sich wünscht und denkt, dass es gut für einen sei. Das scheinbar Passende.
Der Mensch ist aber zutiefst vernarrt in das Destruktive. Das, was ihn eigentlich zerstört.
Und das Zweitattraktivste wäre das Gesündere für ihn.

Kommentare:

  1. Man spürt förmlich, wie Ihr Gehirn rattert, Madame. Sehr hypsch.

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  2. das nahe liegende ist meine frau. sie ist somit nicht die lösung. da das attraktivste destruktiv ist, wähle ich wohl besser das zweitattraktivste, nämlich mein frau, also das nahe liegende, von dem ich mich lösen soll.

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  3. ja reizen und reissen. man kann sich auch so in den schwanz beissen.
    aber ich habe das anders gemeint:
    das naheliegende ist keine person sondern eine idee. im besten falle eine suche.

    ich meinte die naheliegende oder attraktivere vorstellung davon, was für eine beziehung man sucht.
    darin täuscht man sich häufig.

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  4. ein beispiel, damit es klar wird:
    ein mittelloser junger mann verliebt sich in eine hübsche erbin. was will er mehr. er ist verliebt und sie hat geld. und sie ist hübsch. es ist für ihn das nahe liegende und attraktivste.
    natürlich kann das gut gehen. er wird von ihrem geld leben und sie wird von ihm lernen, wie man existiert.
    erben sind ja bedauernswerterweise über ihr schicksal, dass sie geld erhalten ohne dafür arbeiten zu müssen, der realität enthoben und leben eine art scheinexistenz.
    sie suchen im grunde das leben, die wirklichkeit. und so verliebt sich die erbin auch in den jungen kerl, das ist für sie das naheliegende. er kennt das leben. sie sucht es.
    so weit so gut.
    für ihn wäre die lösung aber, wenn er selber viel geld verdienen würde.
    als reicher kerl würde er sich vielleicht sogar in eine andere frau verlieben. vielleicht auch nicht.darum geht es nämlich gar nicht.
    und für sie wäre die lösung, wenn sie hart arbeiten müsste um zu überleben.
    es würde ihr gut stehen, egal wie hübsch sie ist. aber es ist ganz sicher unangenehm.

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  5. ist die grosse liebe nicht ein flüchtiges ding, leider? müssen wir, wenn sie jetzt vorhanden ist, nicht sofort zupacken ohne nachzudenken, denn schon bald ist sie nicht mehr gross? führt nur der steinige weg zu ihr, kann sie einem nicht auch per zufall treffen? ist sie nicht ein jugendliches ideal, von dem wir weisen, ähh älteren, menschen wissen, dass es sie nicht gibt? reicht nicht die kleine liebe, die ständig gepflegt werden muss, und in seltenen momenten als die grosse liebe gefühlt wird? ist die suche nach ihr nicht einfach nur ein hinweis, dass sie einem fehlt, und dass man nicht weiss was und wo sie ist, denn sonst müsste man ja nicht danach suchen? --- erwarte von dir keine antworten, sondern die grosse liebe

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  6. Ich glaube, man muss sich zuerst immer für das naheliegenste entscheiden, einfach um zu erfahren, ob es denn das beste ist, ob es der richtige Weg ist. Wenn nein, wenn also unterm Strich (was auch immer dann dieser Strich ist) herauskommt, dass dieses naheliegenste und ursprünglich attraktivste das eigene Leben in eine Katastrophe geführt hat, dann hat der Mensch gelernt für die nächste Situation und er kann dann seine Entscheidung so treffen, dass er über das attraktivste hinwegschaut und das wertvollste wählt. Gibt es eine solche Katastrophe nicht, dann war es für ihn nicht vorgesehen, das wertvollere zu sehen.

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