08.08.14
Ruhetag
Ausschlafen. Frühstücken. Rezepte ausprobieren.

Die Förmchen ausbuttern. Den Rand der Förmchen schuppenartig mit blanchierten Kapuzinerblättern auslegen. Eine gelbe Kapuzinerblüte mit der Öffnung nach unten auf den Förmchenboden legen.

Die Lachsmousse über die Blüte verteilen. Im Backofen bei 120 Grad 25 Minuten garen.
Die Mousse abkühlen lassen und vorsichtig aus dem Förmchen auf den Teller stürzen.
07.08.14
Mystische Begegnung
Alice ist eine coole Dame so um die fünfzig. Sie ist gerade dabei sich in einen Mann zu verlieben, obwohl sie dies natürlich weit von sich weist. Ein Schweizer Autor, der historische Romane schreibt. Sie hat ihn in Zürich getroffen und schwärmt, jedoch ganz nach ihrer Façon, mit dezent eleganter Zurückhaltung von ihm. Aber das ist gar nicht, was ich erzählen wollte.
Gestern waren wir im Berner Oberland spazieren, hinten im Suldtal. Es gab da ein super herziges Gasthaus, sehr romantisch gelegen. Ich ass eine Bauernrösti, die so dermassen deftig war, dass ich sie mein Lebtag nicht vergessen werde. Ich hatte danach die ganze Zeit Lust auf einen selbstgebrannten Schnaps. Um halb fünf habe ich dann endlich einen Kaffee bekommen, in Aeschiried bei der Postautohaltestelle. Wir sassen an einem Tisch mit Blick auf den Niesen, diese zwielichtige, fiese Berggestalt. Einmal bin ich aus Versehen vom Niesen hinunter gelaufen, ich hatte ja keine Ahnung. Veritable Muskelrisse hatte ich davon.
Ich verliebte mich innert einer Sekunde in einen Mann, der einen Schnauz und eine Halbglatze hatte. Als er sich setzte, sahen wir uns eine Sekunde lang gleichzeitig in die Augen. Eine Sekunde ist überaus lang. So lang, dass ich mich Hals über Kopf verlieben kann. Ich wunderte mich sehr über meinen Geschmack und war fühlbar verwirrt. Er lächelte und hob die Hand zum Gruss. Ich auch. Ich musste immer wieder hinschauen. Er auch. Er hatte ziemlich kurze Beine. Es half alles nichts, ich war hingerissen. Alice meinte auch, dass er eine besondere Ausstrahlung hatte, trotz Halbglatze und Schnauz. Er ist sicher zärtlich, sagte sie. Dann sprachen wir über Sex im Alter. Alice hielt das Gesicht in die Sonne und schloss die Augen, lächelte entspannt und milde. Ich hielt die Augen offen und versuchte nicht an Sex zu denken. Als wir das Gasthaus verliessen, drehte ich mich noch einmal um. Ich winkte ihm zum Abschied zu und realisierte, dass diese Begegnung in dem Moment gerade unwiederbringlich verloren ging.
Jetzt muss ich immer wieder in Gedanken hinschauen. Er sicher auch.
28.07.14
Mein Blog...
...habe ich ganz vergessen.
Dabei gibt es so viel zu erzählen.
Ich schreibe wieder. Versprochen.
Dabei gibt es so viel zu erzählen.
Ich schreibe wieder. Versprochen.
14.02.14
Herzblut
Meine Arbeitstage sind sehr lang. Aber zum Glück nicht stressig. Ich gehe um sieben Uhr aus dem Haus und kehre um sieben zurück. Und erlebe tausend Dinge.
Habe ich schon erzählt, dass ich Ende letzten Jahres gekündigt hatte? Es war ein schönes Gefühl.
Und gleich darauf eine neue - wie es immer heisst - Herausforderung gefunden habe? Eigentlich war es so: Die Herausforderung wurde mir angeboten. Ich musste nur ja sagen. Das war auch ein schönes Gefühl. Und Glück.
Apropos Glück: Heute, zum Valentinstag, habe ich Rote Bete Herzen zum Abendessen gemacht. Grosse und kleine herzblut Herzchen, ausgestochen aus gekochten Randenscheiben, mit blauen Kartoffeln und Karottensalat. So viel Liebe... für mich alleine.
Ich habe noch nicht mal abgewaschen, schon klopft meine Nachbarin, ob ich bei ihr noch ein Bier trinken will. Ich sage ja.
Die Tage sind voll, aber irgendwie angenehm voll.
Habe ich schon erzählt, dass ich Ende letzten Jahres gekündigt hatte? Es war ein schönes Gefühl.
Und gleich darauf eine neue - wie es immer heisst - Herausforderung gefunden habe? Eigentlich war es so: Die Herausforderung wurde mir angeboten. Ich musste nur ja sagen. Das war auch ein schönes Gefühl. Und Glück.
Apropos Glück: Heute, zum Valentinstag, habe ich Rote Bete Herzen zum Abendessen gemacht. Grosse und kleine herzblut Herzchen, ausgestochen aus gekochten Randenscheiben, mit blauen Kartoffeln und Karottensalat. So viel Liebe... für mich alleine.
Ich habe noch nicht mal abgewaschen, schon klopft meine Nachbarin, ob ich bei ihr noch ein Bier trinken will. Ich sage ja.
Die Tage sind voll, aber irgendwie angenehm voll.
23.01.14
21.01.14
14.01.14
Unheimlich
Was will es mir sagen, wenn alle Mitarbeiterinnen des neuen Arbeitsteams, inklusive der Chefin, heute violette Kleider tragen?
13.01.14
Schwan
Heute war ich im zum ersten Mal im Poweryoga. Nicht dass Sie denken, es hätte auf der Liste meiner Vorsätze fürs neue Jahr gestanden. So eine Liste gibt es zum Glück nicht. Ich wollte mal etwas anderes ausprobieren. Das erste Mal also, dass ich den Hund und Schwan und Alligator machte. Es gab noch etliche Tiere, aber die Namen habe ich vergessen. Beim Krieger wollte ich aufgeben. Aber dann machten wir alles noch einmal, Hund, Schwan, Leguan, und beim dritten Mal Krieger fühlte ich mich schon extrem unbesiegbar. Jetzt bin ich gespannt, wie lange es dauert, bis meine Beweglichkeit das Niveau der Gruppe erreicht hat. Die sind schon drei Jahre dabei. Die Yogaleherin ist eine Finnin, die so kleine, hübsche rote Bäckchen hat, wie bei einer Kinderzeichnung. Ich liebe es, wie sie die Wörter betont. Swan.
12.01.14
Ist es nicht immer so?
isn't it always so?
the story is unfold, at least
you got a different role
and now you gotta quit
the scene
Ist mein Blog noch zu retten?
Verstricke mich immer mehr in Vorlageverunstaltungen. Dabei wollte ich gar keine neue Vorlage. Ich wollte nur die Schrift vergrössern, weil ich mein eigenes Blog nicht mehr ohne Lesebrille lesen konnte. Manchmal hilft nichts mehr und alles wird nur noch schlimmer. Am liebsten hätte ich ein neues Blog.
21.10.13
Erholung
Ich lag auf einer Luftmatratze
sah über das glitzernde Meer
den lichtumrandeten Horizont
schaukelte sanft auf dem Wasser
Ein Fischerboot tuckerte vorbei, die Luftmatratze hob und senkte sich im
Fahrtwasser.
Es war angenehm warm. Zu Hause schneite es.
Ich wusste gar nicht, dass Ferien so erholsam sein können.
Ganz ohne Internet. Und ohne Handy.
Nur Strand und Meer.
Wenn das nicht erholsame Ferien sind, dachte ich, was dann.
Die Schwierigkeit klar zu denken.
Gedanken wie Sandburgen. Hübsche sinnlose Konstruktionen.
Und im nächsten Moment werden sie von den Wellen geflutet.
03.10.13
29.09.13
Bald habe ich Geburtstag
Ich habe nie Geburtstag gefeiert. Mit den Jahren habe ich manchmal meinen eigenen Geburtstag verpasst, weil ich nicht dran gedacht habe. Mein aktuelles Alter musste ich immer erst ausrechnen, wenn ich gefragt wurde. Manchmal muss ich mich verrechnet haben, aber meistens staunte ich selber, dass ich erst so alt, oder schon so alt war.
Dieses Jahr wollte ich mit all meinen Freunden feiern. Ich stellte mir ein Fest in Saus und Braus vor: mit Champagner, genau genommen einem Champagnerturm, Bauchtänzerinnen, einem gediegenen Essen, Blumengirlanden und Kerzenlicht, einer Balkan Brassband, auf den Tischen Tanzen, einer Burlesque Show, einer dreistöckigen Torte, die ganze Nacht Durchtanzen, Rock’n’Roll mit allem Drum und Dran. So, wie man vermutlich feiern möchte, wenn man noch nie ein Fest gemacht hat.
Aber ich hatte mit all dem geschäftigen Tun der letzten Monate keine Zeit, mich um die Vorbereitungen zu kümmern. Natürlich habe ich es verdrängt. Ich habe keine Übung darin, wie man Bauchtänzerinnen oder einen Festsaal findet, ich vergass komplett meine Freunde einzuladen. Ich wollte schon alles aufgeben, gar nichts machen und mich am besten verkriechen.
"Wann machst du dein Geburtstagsfest", fragten mich neulich meine Freunde. Ich winkte ab: "Ich will gar nicht feiern." Sie stemmten die Hände in die Hüften und protestierten: "Aber wir wollen mit dir feiern." Nun bin ich in den Vorbereitungen, es nimmt schon richtig Gestalt an. Es wird ganz anders, als ich mir vorgestellt hatte. Aber es wird auf jeden Fall ein sehr sehr schönes Fest.
Dieses Jahr wollte ich mit all meinen Freunden feiern. Ich stellte mir ein Fest in Saus und Braus vor: mit Champagner, genau genommen einem Champagnerturm, Bauchtänzerinnen, einem gediegenen Essen, Blumengirlanden und Kerzenlicht, einer Balkan Brassband, auf den Tischen Tanzen, einer Burlesque Show, einer dreistöckigen Torte, die ganze Nacht Durchtanzen, Rock’n’Roll mit allem Drum und Dran. So, wie man vermutlich feiern möchte, wenn man noch nie ein Fest gemacht hat.
Aber ich hatte mit all dem geschäftigen Tun der letzten Monate keine Zeit, mich um die Vorbereitungen zu kümmern. Natürlich habe ich es verdrängt. Ich habe keine Übung darin, wie man Bauchtänzerinnen oder einen Festsaal findet, ich vergass komplett meine Freunde einzuladen. Ich wollte schon alles aufgeben, gar nichts machen und mich am besten verkriechen.
"Wann machst du dein Geburtstagsfest", fragten mich neulich meine Freunde. Ich winkte ab: "Ich will gar nicht feiern." Sie stemmten die Hände in die Hüften und protestierten: "Aber wir wollen mit dir feiern." Nun bin ich in den Vorbereitungen, es nimmt schon richtig Gestalt an. Es wird ganz anders, als ich mir vorgestellt hatte. Aber es wird auf jeden Fall ein sehr sehr schönes Fest.
25.09.13
24.09.13
Herbstarbeit
Ich bin diese Tage viel im Garten, nutze die milde Herbstsonne um nachmittags schwere körperliche Arbeit zu verrichten: den Boden umgraben und neue Beete anlegen, Brombeeren ausgraben, Steine schleppen, den Kompost umschichten, Terrassen befestigen... Abends tun mir die Knochen weh, aber ich merke, dass ich körperlich richtig gut in form bin, mehr Kraft habe als nach einem langen, faulen Winter. Es ist also genau die richtige Arbeit für den Herbst.
23.09.13
Dummheit ist ein gefährlicherer Feind des Guten als Bosheit
Als ich nach der Sitzung zu ihm gehe und ihn frage, warum er mir ins Wort gefallen ist und mich heruntergeputzt hat, obwohl ich doch seine Anliegen vertreten habe, sagt er: "Das ist meine Art. Ich bin etwas heftig manchmal."
"Sind das nicht auch deine Anliegen, für die ich mich eingesetzt habe?"
"Doch schon. Aber das ist schwierig zu verstehen."
"Erklär es mir", sage ich.
"Ich sage immer: es ist wie beim Fussball. Ich finde nicht, dass wir das Recht haben, in der Angelegenheit mitzubestimmen. Warum müssen wir überall mitreden? Wir haben einen Chef. Seine Aufgabe ist zu bestimmen, wie der Laden läuft. Es ist wie beim Fussball: Der Trainer sagt, was gemacht wird, die Spieler tun, was er sagt. Er weiss, was das Beste für sie ist. Er sagt, hüpft hundert Mal auf einem Bein, und sie hüpfen und halten die Klappe. Das führt sie zum Erfolg. Verstehst du?"
"Nein." Ich stehe auf. "Ich werde Menschen wie dich nie verstehen."
"Sind das nicht auch deine Anliegen, für die ich mich eingesetzt habe?"
"Doch schon. Aber das ist schwierig zu verstehen."
"Erklär es mir", sage ich.
"Ich sage immer: es ist wie beim Fussball. Ich finde nicht, dass wir das Recht haben, in der Angelegenheit mitzubestimmen. Warum müssen wir überall mitreden? Wir haben einen Chef. Seine Aufgabe ist zu bestimmen, wie der Laden läuft. Es ist wie beim Fussball: Der Trainer sagt, was gemacht wird, die Spieler tun, was er sagt. Er weiss, was das Beste für sie ist. Er sagt, hüpft hundert Mal auf einem Bein, und sie hüpfen und halten die Klappe. Das führt sie zum Erfolg. Verstehst du?"
"Nein." Ich stehe auf. "Ich werde Menschen wie dich nie verstehen."
22.09.13
21.09.13
19.09.13
Um Himmels Willen
Meine Mutter steht vor der Tür. "Ich habe etwas für dich", sagt sie, "machst du mir einen Tee?"
Ich kann sie unmöglich in die Wohnung lassen, denke ich, und überlege panisch, wie ich sie vor dem bevorstehenden Unheil bewahren kann. Gestern hatte ich Gäste und wie immer viel zu viel gekocht, es hätten zwanzig Leute mitessen können. Es war nach Mitternacht, als sie gingen und ich war zu erschöpft, um den Tisch abzuräumen. Ich liess das ganze Gelage auf dem Tisch stehen, und auch alles andere liegen, und ging unabgeschminkt ins Bett. Heute Morgen musste ich in aller Herrgottsfrühe an eine Sitzung nach Zürich fahren und fand das passende Kleid nicht, habe den ganzen Kleiderschrank auf den Kopf gestellt, schliesslich fand ich es in der Wäsche. Es roch noch ganz in Ordnung, ich musste es nur bügeln.
"Warum meldest du dich nicht an, wenn du mich besuchen willst", frage ich.
"Ich besuche dich gar nicht", sagt sie, "ich komme nur spontan und schnell vorbei und bringe dir was Gutes. Wie wärs, wenn du mich reinbittest?"
"Sekunde", sage ich und drehe mich um, bahne einen Weg zur Küche, hebe in Windeseile herumliegende Jacken und Taschen auf und schmeisse alles ins Schlafzimmer, zack, Tür zu, kicke beim Weitergehen unauffällig eine schmutzige Unterhose in die Ecke zu den leeren Weinflaschen.
"Komm rein", rufe ich, aber sie steht schon neben mir. Sie starrt in die Küche.
"Ich hatte Gäste", sage ich entschuldigend, "und keine Zeit...", sie unterbricht mich nicht, was kein gutes Zeichen ist. Erst jetzt, während sie den Tatsachen in die Augen sieht, nehme ich das Ausmass der Verwüstung wahr. Hastig stelle ich ein paar Teller zusammen, lächle sie an, doch sie lächelt nicht zurück. Kein gutes Zeichen, denke ich.
Sie zeigt auf den Tisch. "Was um Himmels Willen ist das?" Sie ist geschockt, als blicke sie auf ein Blutbad. "Das sind nur Randensalat Flecken", sage ich. "Nein, das!" Zwischen dem Geschirr und den Essensresten liegt ein Flaschenöffner aus Holz, es ist, wie soll ich sagen, ... ein geschnitzter Phallus, ein kleiner Prachtsschwanz sozusagen, ein Reisemitbringsel aus Indonesien glaube ich, jedenfalls habe ich immer meine kleine heimliche Freude, wenn ich damit eine Bierflasche öffne, so ein passend schönes Stück in der Hand, aber das kann ich ihr natürlich nicht sagen. "Es ist Geschenk", sage ich. Aber das beunruhigt sie nur noch mehr. Es irritiert mich, wenn meine Mutter wegen mir irritiert ist, diese tiefgehende, unausgesprochene Enttäuschung, die sich dann in ihr verschliesst und nur durch einen Seufzer ihren Ausdruck findet. Sie seufzt.
"Ich habe dir einen Honig mitgebracht", sagt sie, und stellt das Glas auf den Tisch. "Selbstgemacht", fügt sie an. "Das ist lieb von dir", sage ich und küsse sie auf die Wange. Sie setzt sich, schneidet ein Stück von meinem Schokoladenkuchen ab und isst es aus der Hand. "Schmeckt lecker", sagt sie mit vollem Mund, "hast du den gebacken?" Ich setze Teewasser auf und räume den Tisch ab, beginne mit dem Abwasch. "Wie hast du den Rote Bete Salat gemacht?" fragt sie, während sie abtrocknet. "Mit Orange und Meerrettich", sage ich. Sie sieht mich an, lächelt und nickt wissend. Ein gutes Zeichen.
Ich kann sie unmöglich in die Wohnung lassen, denke ich, und überlege panisch, wie ich sie vor dem bevorstehenden Unheil bewahren kann. Gestern hatte ich Gäste und wie immer viel zu viel gekocht, es hätten zwanzig Leute mitessen können. Es war nach Mitternacht, als sie gingen und ich war zu erschöpft, um den Tisch abzuräumen. Ich liess das ganze Gelage auf dem Tisch stehen, und auch alles andere liegen, und ging unabgeschminkt ins Bett. Heute Morgen musste ich in aller Herrgottsfrühe an eine Sitzung nach Zürich fahren und fand das passende Kleid nicht, habe den ganzen Kleiderschrank auf den Kopf gestellt, schliesslich fand ich es in der Wäsche. Es roch noch ganz in Ordnung, ich musste es nur bügeln.
"Warum meldest du dich nicht an, wenn du mich besuchen willst", frage ich.
"Ich besuche dich gar nicht", sagt sie, "ich komme nur spontan und schnell vorbei und bringe dir was Gutes. Wie wärs, wenn du mich reinbittest?"
"Sekunde", sage ich und drehe mich um, bahne einen Weg zur Küche, hebe in Windeseile herumliegende Jacken und Taschen auf und schmeisse alles ins Schlafzimmer, zack, Tür zu, kicke beim Weitergehen unauffällig eine schmutzige Unterhose in die Ecke zu den leeren Weinflaschen.
"Komm rein", rufe ich, aber sie steht schon neben mir. Sie starrt in die Küche.
"Ich hatte Gäste", sage ich entschuldigend, "und keine Zeit...", sie unterbricht mich nicht, was kein gutes Zeichen ist. Erst jetzt, während sie den Tatsachen in die Augen sieht, nehme ich das Ausmass der Verwüstung wahr. Hastig stelle ich ein paar Teller zusammen, lächle sie an, doch sie lächelt nicht zurück. Kein gutes Zeichen, denke ich.
Sie zeigt auf den Tisch. "Was um Himmels Willen ist das?" Sie ist geschockt, als blicke sie auf ein Blutbad. "Das sind nur Randensalat Flecken", sage ich. "Nein, das!" Zwischen dem Geschirr und den Essensresten liegt ein Flaschenöffner aus Holz, es ist, wie soll ich sagen, ... ein geschnitzter Phallus, ein kleiner Prachtsschwanz sozusagen, ein Reisemitbringsel aus Indonesien glaube ich, jedenfalls habe ich immer meine kleine heimliche Freude, wenn ich damit eine Bierflasche öffne, so ein passend schönes Stück in der Hand, aber das kann ich ihr natürlich nicht sagen. "Es ist Geschenk", sage ich. Aber das beunruhigt sie nur noch mehr. Es irritiert mich, wenn meine Mutter wegen mir irritiert ist, diese tiefgehende, unausgesprochene Enttäuschung, die sich dann in ihr verschliesst und nur durch einen Seufzer ihren Ausdruck findet. Sie seufzt.
"Ich habe dir einen Honig mitgebracht", sagt sie, und stellt das Glas auf den Tisch. "Selbstgemacht", fügt sie an. "Das ist lieb von dir", sage ich und küsse sie auf die Wange. Sie setzt sich, schneidet ein Stück von meinem Schokoladenkuchen ab und isst es aus der Hand. "Schmeckt lecker", sagt sie mit vollem Mund, "hast du den gebacken?" Ich setze Teewasser auf und räume den Tisch ab, beginne mit dem Abwasch. "Wie hast du den Rote Bete Salat gemacht?" fragt sie, während sie abtrocknet. "Mit Orange und Meerrettich", sage ich. Sie sieht mich an, lächelt und nickt wissend. Ein gutes Zeichen.
01.06.13
Les petits privilèges de la solitude (Folge 19)
Ausschlafen. Liegen bleiben. Und dem Regen lauschen.
30.05.13
Sexpack
Ich hatte fünf Wochen einen Hexenschuss. Das ist eine lange Zeit. Die Frau des Holzhändlers hatte neulich auch einen. Aber nur drei Wochen lang. Das sagte sie mir, während sie schwungvoll eine Kiste voll mit Holz von der Ladefläche runterwuchtete und erzählte, was ihr alles half und welche Schmerzmittel nichts taugten, und in der ganzen Zeit hielt sie die Kiste in den Händen ohne sie auch nur ansatzweise abzustellen. Ihr Mann ist Juniorchef in einem kleinen Familienunternehmen. Sie ist die Frau des Holzhändlers, also das Mädchen für alles, insbesondere Buchhaltung. Aber auch Bestellung und Lieferung. Und Haushalt, Kinder, eben alles. Der Mann fährt den Lieferwagen. Sie ist Beifahrerin und nimmt Anrufe entgegen. Sie schleppt das Holz in den Keller, und er stapelt es dort ordentlich auf. Holzstapeln ist seit jeher Männersache. Genauso wie das Autoladen. Die Frauen bringen die Koffer zum Auto und die Männer packen den Wagen. Natürlich haben auch Frauen ein gutes Augenmass, und sie können genau so gut Holz stapeln. Es ist also keine Frage des Könnens. Warum schleppt die Frau Tonnen von Holz herum und der Mann stapelt es?
Über solche Dinge denke ich nach.
Der Mann erlebt sicher eine innere Genugtuung, wenn er das Ergebnis vor sich hat. Nicht das Stapeln bestätigt ihn, sondern die fertige Holzbeige, die wie eine Eins steht. Der volle Kofferraum. Sogar das Kinderfahrrad und den Liegestuhl konnte ich noch verstauen, denken die Männer dann stolz. Sichtbare Erfolge machen den Mann glücklich. Resultate bestätigen den Mann. Die Frau des Holhändlers schleppt, weil sie Erfolg vielleicht pragmatischer erlebt. Sie hält sich derweil fit. Und hat sicher nichts dagegen, wenn ihr Mann glücklich ist.
Eigentlich wollte ich von meinem Hexenschuss erzählen. Fünf Wochen, und es besserte nicht. Ich ging also zum Arzt.
Mein Hausarzt begrüsste mich lächelnd. Er freut sich immer, wenn er mich sieht. Leider sehen wir uns nicht so oft.
Das Problem sei mein hohles Kreuz, meinte er, und zeigte mir, wie meine Wirbel sich aneinander reiben und abnutzen, indem er an einem kleinen Knochenmodell, das immer griffbereit auf seinem Arzttisch steht, ein hohles Kreuz formte. Er sagte, es sei zwar reizvoll mit hohlem Kreuz rumzulaufen, aber wenn vorne derdicke Bauch das Hohlkreuz noch verstärkt, dann... er zeigte mir noch einmal, wie die Wirbel sich abreiben, und nur schon dieser Anblick tat weh. Die einzige Lösung sei erst einmal wirksame Schmerztabletten und ein Sexpack.
Ich verstand nicht: "Ein Sex... was, bitte schön?"
Er formte mit seinen Händen kleine Bauchmuskeln und lächelte ununterbrochen: "Sixpack. Sie brauchen ein Bauchmuskeltraining. Und Rückenmuskeltraining."
"Da gibt es nichts einzuwenden", sagte ich.
Er nickte: "Nein, ich glaube da hat niemand etwas dagegen, wenn Sie mit einem hübschen Sixpack rumlaufen...".
Ich liebe meinen Hausarzt.
Meine Freundin wartete draussen auf mich. Ich sagte ihr, dass ich alles tun würde, um so einen Mann zu kriegen.
"Dann tu doch alles", sagte sie.
"Der ist sicher verheiratet", winkte ich ab. "Ein Mann wie der ist verheiratet und hat drei Söhne."
"Ach Minka", sagte sie, "jeder Mann bereut es geheiratet zu haben, wenn er dich trifft...".
Jetzt mache ich seit zwei Wochen jeden Tag zehn Minuten Bauchmuskeltraining. Ich habe bei youtube geschaut, was man so für Übungen machen kann. Und da sind lauter - ich kann es nicht anders beschreiben als - muskulöse Männer, die mir ihre Sixpacks präsentieren und vormachen, wie sie zu diesem sichtlichen Ergebnis gekommen sind. Ich habe nichts gegen ihr Glück. Und halte mich derweil fit.
Über solche Dinge denke ich nach.
Der Mann erlebt sicher eine innere Genugtuung, wenn er das Ergebnis vor sich hat. Nicht das Stapeln bestätigt ihn, sondern die fertige Holzbeige, die wie eine Eins steht. Der volle Kofferraum. Sogar das Kinderfahrrad und den Liegestuhl konnte ich noch verstauen, denken die Männer dann stolz. Sichtbare Erfolge machen den Mann glücklich. Resultate bestätigen den Mann. Die Frau des Holhändlers schleppt, weil sie Erfolg vielleicht pragmatischer erlebt. Sie hält sich derweil fit. Und hat sicher nichts dagegen, wenn ihr Mann glücklich ist.
Eigentlich wollte ich von meinem Hexenschuss erzählen. Fünf Wochen, und es besserte nicht. Ich ging also zum Arzt.
Mein Hausarzt begrüsste mich lächelnd. Er freut sich immer, wenn er mich sieht. Leider sehen wir uns nicht so oft.
Das Problem sei mein hohles Kreuz, meinte er, und zeigte mir, wie meine Wirbel sich aneinander reiben und abnutzen, indem er an einem kleinen Knochenmodell, das immer griffbereit auf seinem Arzttisch steht, ein hohles Kreuz formte. Er sagte, es sei zwar reizvoll mit hohlem Kreuz rumzulaufen, aber wenn vorne der
Ich verstand nicht: "Ein Sex... was, bitte schön?"
Er formte mit seinen Händen kleine Bauchmuskeln und lächelte ununterbrochen: "Sixpack. Sie brauchen ein Bauchmuskeltraining. Und Rückenmuskeltraining."
"Da gibt es nichts einzuwenden", sagte ich.
Er nickte: "Nein, ich glaube da hat niemand etwas dagegen, wenn Sie mit einem hübschen Sixpack rumlaufen...".
Ich liebe meinen Hausarzt.
Meine Freundin wartete draussen auf mich. Ich sagte ihr, dass ich alles tun würde, um so einen Mann zu kriegen.
"Dann tu doch alles", sagte sie.
"Der ist sicher verheiratet", winkte ich ab. "Ein Mann wie der ist verheiratet und hat drei Söhne."
"Ach Minka", sagte sie, "jeder Mann bereut es geheiratet zu haben, wenn er dich trifft...".
Jetzt mache ich seit zwei Wochen jeden Tag zehn Minuten Bauchmuskeltraining. Ich habe bei youtube geschaut, was man so für Übungen machen kann. Und da sind lauter - ich kann es nicht anders beschreiben als - muskulöse Männer, die mir ihre Sixpacks präsentieren und vormachen, wie sie zu diesem sichtlichen Ergebnis gekommen sind. Ich habe nichts gegen ihr Glück. Und halte mich derweil fit.
07.01.13
Unterwegs
Urtümlichkeiten
Schnuggebockbier und Tannenspitzenbier
das Keramikmesser
Das neue Jahr mit Bergluft, Bewegung, Sonne und viel Lachen beginnen.
26.12.12
23.12.12
Andacht
Meine Familie trifft sich einmal im Jahr, auf Wunsch meiner Mutter, in der Adventszeit. Als mein Vater noch lebte, waren wir zwanzig Personen. Also nur die Geschwister mit Anhang. Seit meine Mutter einen Wittwer geheiratet hat, hat sich die Grösse der Familie auf einen Schlag verdoppelt. Die zwei Sippen beäugen sich stets misstrauisch, wenn sie zusammen kommen. Alle geben sich höflich, weil man mit Eindringlingen, welche die Frechheit besitzen, so mir nichts dir nichts der eigenen Familie anzugehören, obwohl sie fremder nicht sein könnten, eben höflich bleiben muss. Nur die ganz Missgünstigen können sich die Namen der Geschwister der anderen Sippe nicht merken oder verwechseln die Kinder.
Meine Mutter, die ja sozusagen aus einer Organisten Dynastie entstammt, will mit der ganzen Familie Adventslieder singen. Vierstimmig, versteht sich. Die zusammengewürfelte Familie beäugt sich skeptisch und singt dabei: Oh Heiland reiss die Himmel auf. Aber es klingt nicht, wie es soll. Es klingt kläglich, genau genommen. Also seufzt meine Mutter und geht zur Weihnachtsgeschichte über. Eine Weihnachtsgeschichte ist traditionell eine Geschichte, die rührend ist, und worin gute Menschen anderen Menschen, die Pech haben, helfen oder etwas Gutes tun. Dieses Jahr handelt es sich um eine Aussenseiterin, eine einsame und verwahrloste alte Frau, die am Ende, Gott sei Dank, ein wenig Glück erfährt. Meine Mutter liest vor, die Familie nutzt auch diese Gelegenheit, sich ungläubig zu beäugen, während sie zuhört. Alle machen andächtige Gesichter, weil Weihnachtsgeschichten mit Andacht gehört werden sollen. Die Geschichte zieht sich dieses Jahr sehr in die Länge. Wer schreibt solche Geschichten, denke ich, und verliere endgültig den Faden. Und dann: „... die Fenster waren geputzt, der Boden gebohnert und gewichst, ...“ Das Wort schwebt im Raume, wie ein Ufo, das im nächsten Moment all jene in den aufgerissenen Himmel entführen wird, die es wagen jetzt ans Wichsen zu denken. Zu spät. Das unterdrückte pubertäre Kichern des ersten Sprösslings ist nicht mehr zu überhören. Gleich darauf kichern alle Pubertierenden. Dann lachen auch einige Erwachsene. Nun können sich die Halbwüchsigen kaum mehr einkriegen vor Lachen. „Warum lacht ihr?“ fragt meine Mutter, die unbeirrt weiterliest.
Ich mag diese seltenen und verbindenden Momente, wenn die eigentlichen, verborgenen Interessen jedes Einzelnen lachend ans Licht kommen.
Meine Mutter, die ja sozusagen aus einer Organisten Dynastie entstammt, will mit der ganzen Familie Adventslieder singen. Vierstimmig, versteht sich. Die zusammengewürfelte Familie beäugt sich skeptisch und singt dabei: Oh Heiland reiss die Himmel auf. Aber es klingt nicht, wie es soll. Es klingt kläglich, genau genommen. Also seufzt meine Mutter und geht zur Weihnachtsgeschichte über. Eine Weihnachtsgeschichte ist traditionell eine Geschichte, die rührend ist, und worin gute Menschen anderen Menschen, die Pech haben, helfen oder etwas Gutes tun. Dieses Jahr handelt es sich um eine Aussenseiterin, eine einsame und verwahrloste alte Frau, die am Ende, Gott sei Dank, ein wenig Glück erfährt. Meine Mutter liest vor, die Familie nutzt auch diese Gelegenheit, sich ungläubig zu beäugen, während sie zuhört. Alle machen andächtige Gesichter, weil Weihnachtsgeschichten mit Andacht gehört werden sollen. Die Geschichte zieht sich dieses Jahr sehr in die Länge. Wer schreibt solche Geschichten, denke ich, und verliere endgültig den Faden. Und dann: „... die Fenster waren geputzt, der Boden gebohnert und gewichst, ...“ Das Wort schwebt im Raume, wie ein Ufo, das im nächsten Moment all jene in den aufgerissenen Himmel entführen wird, die es wagen jetzt ans Wichsen zu denken. Zu spät. Das unterdrückte pubertäre Kichern des ersten Sprösslings ist nicht mehr zu überhören. Gleich darauf kichern alle Pubertierenden. Dann lachen auch einige Erwachsene. Nun können sich die Halbwüchsigen kaum mehr einkriegen vor Lachen. „Warum lacht ihr?“ fragt meine Mutter, die unbeirrt weiterliest.
Ich mag diese seltenen und verbindenden Momente, wenn die eigentlichen, verborgenen Interessen jedes Einzelnen lachend ans Licht kommen.
12.12.12
Noch ein kleiner Espresso am Abend
und ich konnte das Einschlafen nach drei Stunden getrost aufgeben. Ich las die ganze Nacht und wurde nicht schläfrig. Gegen fünf Uhr morgens schlief ich dann ein.
Im Tiefschlaf stand ich wieder auf und ging arbeiten. Alle sahen mich besorgt an und fragten: "Gehts?"
Manchmal muss ich einfach ausprobieren, ob sich die folgeschweren, ausreichend erprobten Gesetzmässigkeiten (Kaffe am Abend - kein Schlaf, rohe Zwiebeln - Blähung, Cocktails - Kater am Morgen) nicht einfach austricksen lassen.
Dummerweise verlieren sie der Lust und Laune wegen nicht ihre Gültigkeit.
Im Tiefschlaf stand ich wieder auf und ging arbeiten. Alle sahen mich besorgt an und fragten: "Gehts?"
Manchmal muss ich einfach ausprobieren, ob sich die folgeschweren, ausreichend erprobten Gesetzmässigkeiten (Kaffe am Abend - kein Schlaf, rohe Zwiebeln - Blähung, Cocktails - Kater am Morgen) nicht einfach austricksen lassen.
Dummerweise verlieren sie der Lust und Laune wegen nicht ihre Gültigkeit.
10.12.12
Tage im Adventskalender
Ich arbeite nun bis Weihnachten fast das doppelte Pensum. Weil viele Kolleginnen vor Erschöpfung krankgeschrieben sind, mache ich Vertretungen. Auch sonst ist gerade viel los, Einladungen da und dort, Termine, Gäste, Fondue essen... und ich komme dadurch nicht so recht zu mir. Das gibt mir dieses Gefühl, dass ich neben mir stehe. Und das ist kein super Gefühl. Mit den vielen Ablenkungen und dem geschäftigen Tun verschliesse ich mir auch den Gedanken, dass es bald Weihnachten ist, und ich noch überhaupt keinen Plan habe, und alleine bin und vergeblich hoffe, dass sich in letzter Minute noch etwas Grossartiges auftun wird....
09.12.12
Schlaflos mit einer kleinen Prinzessin
Meine Patentochter ist drei. Sie war noch nie bei mir und darf, wenn sie will, bei mir übernachten. Vorgesehen ist, dass sie will. Also gehen wir am Nachmittag schlitteln, dann zu mir. Ich verkleide sie in eine Prinzessin mit meinen handbestickten Seidensaris. Sie tanzt vor dem Spiegel und ich koche das Abendessen. Reis und Gemüse. Wir essen, aber sie mag keinen Reis und kein Gemüse. Wir spielen Verstecken, dann gibts Nachtisch, Pyjama, Zähneputzen, das übliche Programm. Dann gibt es noch eine Gutenachtgeschichte im Bett. Sie bekommt eine Matratze neben meinem Bett. Sie schliesst die Augen und ich singe: "Heyo spann den Wagen an" und gebe ihr einen Gutenachtkuss auf die Stirn. Sie setzt sich auf: "Ich habe Hunger". Wir gehen in die Küche und sie isst einen Löffel vom Reis, den sie beim Abendessen nicht angerührt hat. "Jetzt gehe ich schlafen", verkündet sie und legt sich wieder in ihr Bett. Ich singe: "Es war eine Mutter, die hatte vier Kinder" und hoffe, dass sie von Blumen und Trauben träumt. "Ich muss kacken", fällt ihr ein. Was kein Trick war. Dann hat sie noch Durst und später kann sie nicht einschlafen. "Soll ich mich zu dir legen?", frage ich sie. "Ja".
Ich singe: "Müde bin ich geh zur Ruh, schliesse meine Augen zu" und schlafe dabei fast ein. "Kannst du mir die Hand geben?" fragt sie. Ich nehme ihre Hand und sie schläft sofort ein. Ich stehe auf und mache den Abwasch. Räume auf. Dann lege ich mich ins Bett und lese bis ich einschlafe.
Um zwei Uhr wacht sie auf und weint: "Mama!". Sie schluchzt und ist ganz verzweifelt: "Mama, Mama, Mama!" Ich nehme sie in die Arme und wiege sie. "Es ist mitten in der Nacht", sage ich , "jetzt schlafen wir noch ein bisschen und dann kommt Mama". Ich nehme sie zu mir ins Bett und halte ihre Hand. Sofort schläft sie wieder ein. Ich halte die ganze Nacht ihre Hand und mache kein Auge mehr zu.
Ich singe: "Müde bin ich geh zur Ruh, schliesse meine Augen zu" und schlafe dabei fast ein. "Kannst du mir die Hand geben?" fragt sie. Ich nehme ihre Hand und sie schläft sofort ein. Ich stehe auf und mache den Abwasch. Räume auf. Dann lege ich mich ins Bett und lese bis ich einschlafe.
Um zwei Uhr wacht sie auf und weint: "Mama!". Sie schluchzt und ist ganz verzweifelt: "Mama, Mama, Mama!" Ich nehme sie in die Arme und wiege sie. "Es ist mitten in der Nacht", sage ich , "jetzt schlafen wir noch ein bisschen und dann kommt Mama". Ich nehme sie zu mir ins Bett und halte ihre Hand. Sofort schläft sie wieder ein. Ich halte die ganze Nacht ihre Hand und mache kein Auge mehr zu.
08.12.12
Woche für Woche vergeht
Ich habe lange nichts mehr geschrieben. Ich könnte ganze Wände mit Sexabenteuern, Romanzen und Eskapaden tapezieren, die ich mir ersehne. Aber da ist nicht einmal ein Mann in Sicht. Ausser einem. Der mich entzückt und verwirrt. Aber der nicht für mich bestimmt ist. Ich weiss es. Und doch sehe ich in allen Silhouetten, die durch meine Phantasien flattern, nur ihn.
Ich ersehne immer nur ihn.
Ich ersehne immer nur ihn.
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