28.03.06

2 Monate (Teil 5)

Es kommt in letzter Zeit öfter vor, dass ich Musik höre und gerührt weinen muss, weil
sie so überwältigend ist.

Manchmal weine ich aber auch aus Nostalgie, weil die Musik mich an eine Zeit erinnert, in der ich unglaublich glücklich war.

Aber nicht selten ist es ganz einfach so, dass ich beim Musikhören immer noch dieses zerreissende Verlangen nach Nikotin habe und ich pauschal weine. Um nicht wütend zu werden.

Kommentare:

  1. Zum Beispiel Area (Italien) Demetrio Stratos Stimme kann mich zu Tränen rühren.
    Oder After Dinner (Japan). (Bin leider schlecht im Links finden).

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  2. Der Grund, warum Musik mich manchmal nostalgisch stimmt, ist nicht nachvollziehbar ohne die Geschichten, die mit der Musik verbunden sind.
    Orishas zum Beispiel,
    erinnern mich an einen unbeschwerten Sommer vor sechs Jahren. Ich arbeitete in einem Naturschutzgebiet. Ich hatte meinen Wohnwagen im Schatten eines Birkenwäldchens stehen, meine Hunde schliefen unter dem Wagen, nachts hörte ich ein Käuzchen rufen. Ich war alleine. Mittags breitete ich einen afghanischen Kelim vor dem Wagen aus, machte ein Schläfchen darauf oder schaute in den Himmel. Ich war glücklich. Ich fühlte mich mit dem Himmel verbunden, mit den Tieren, der Natur, dem Wetter, mit mir selber. Diese Verbundenheit war berauschend. Damals hörte ich Orishas und Calexico, Tuxedomoon, Hypnotix, Pascal Comelade, Pigalle, Dirty Three, Fred Frith. So Sachen. Manchmal tanzte ich zu Hiphop, dann schauten meine Hunde unter dem Wagen hervor und wunderten sich.
    Wenn ich heute diese Musik wieder höre, dann spüre ich fast körperlich dieses berauschende Glück. Es ist wie baden in einem Blütenmeer der Erinnerung.

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  3. Ha, so Sachen ...

    Das mit den Geschichten kann ich nachvollziehen, möchte es jedoch nicht auf mich beziehen. Mich beeindruckt Musik auch beim allerersten Mal, ohne damit verbundenes Ereignis, ohne Situation, ohne Erinnerung, und so ist es meist auch noch beim 100. Mal. Das Erleben von Musik ist wohl sehr individuell. Es liegt sicher auch an der Art der Musik.

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